Lieblingsplätze in der eigenen Stadt

Wo man sich gern mal niederlässt

Über Ruhebänke, Begegnungsorte und illustre Fleckchen mit Aussicht

© Text und Foto: Stefanie Schildchen

Sie wurde einst in Öl gemalt, schwülstig bedichtet und romantisch besungen, heute ist sie zweifelsohne eine Randerscheinung, sie wird, geben wir es zu, oft noch nicht einmal zur Kenntnis genommen. Sie versteckt sich hinter Hecken, ziert alte Bäume, steht am Straßenrand herum, wirkt meistens irgendwie trostlos und verlassen, so das Klischee. Und wenn man mal eine braucht, ist keine da – die Bank.

Dass sie aber ständig und zur jeder Tageszeit ein Angebot macht, nämlich an die Vorübergehenden, stehenzubleiben, innezuhalten und mal einen extra langen, vielleicht sogar genüsslichen Blick auf die eigene Stadt zu werfen, das wird landauf landab gehörig unterschätzt. Aus diesem Grund werden an dieser Stelle in loser Folge die Ruhebänke der Umgegend vorgestellt. Denn jede hat, und das ist der Grund ihrer Existenz, eine Eigenart: sie zeigt uns etwas Besonderes.

Die Bank ist ein Ort der Ruhe und der Kommunikation. Und wer einmal darauf achtet, findet wirklich an jeder Ecke eine, am Waldrand, im Stadtzentrum, entweder morsch und vermüllt, dann eignet sie sich hervorragend als Fotomotiv, oder gehegt und gepflegt oder frisch gestrichen von unbekannten selbstlosen Naturfreunden. Die Bank dient als Treffpunkt und als Plauderecke, ist manchmal mit WLAN ausgestattet und hat meistens individuelle Inschriften. Die eine weist auf ein selten schönes Panorama, die andere tut ganz zweckmäßig ihren Dienst an der Haltestelle. Wie viele es gibt in Meinerzhagen und Valbert hat wohl noch keiner in Erfahrung gebracht.

Aber jeder kennt einen Ort, wo eine steht – dies ist die Einladung zu einer Entdeckungstour.

Lieblingsplätze

Bank im Wald nahe Haustadt. © Foto: Stefanie Schildchen

Bank im Wald nahe Haustadt

 

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