Die Grünen zum Thema
“Wochenmarkt in Meinerzhagen”

Pressemitteilung von Bündnis 90/Die Grünen, Ortsverband / Fraktion, Stadt Meinerzhagen
 

„Wichtigster Vertriebsort für die Direktvermarktung regionaler Produkte“

Zum MZ-Artikel vom 20. August 2016 „Neue Chancen für den Wochenmarkt“

Die Initiative vom Sprecher der Markthändler Markus Spanell und der SPD, in Person Rolf Puschkarsky, den Wochenmarkt zu beleben und zu bereichern, findet die volle Unterstützung der Grünen.

Wochenmärkte haben eine lange Tradition in deutschen Städten. Sie prägen das Stadtbild zumindest an einem Tag in der Woche. Das trifft auch für Meinerzhagen zu. Unser Wochenmarkt hat einen exzellenten Ruf und Anziehungskraft über Meinerzhagen hinaus. Er zieht mehr auswärtige, qualitäts- und erlebnisorientierte Kundinnen und Kunden an, als es ein Mini-Einkaufscenter tun könnte. Die Atmosphäre wird durch Waren und Händler geprägt, aber ebenso durch die Vielfalt der einkaufenden Menschen.

Wochenmärkte sind belebender Bestandteil der Nahversorgung mit frischen Lebensmitteln. Und: Sie sind der wichtigste Vertriebsort für die Direktvermarktung regionaler Produkte aus Landwirtschaft oder Handwerk, sowie verschiedener Feinkostprodukte. Wochenmärkte sind zudem beliebter Umschlagplatz für Bio-Produkte. Im Mix von stationärem Einzelhandel und mobilen Anbietern unter freiem Himmel kann so auch eine attraktive Mischung entstehen. Und für die Kunden ein Einkaufsstandort mit besonderem Flair. Diese Verbindung ist in  Meinerzhagen verbesserungswürdig. Marktangebote können nach Jahreszeit und Kundenwünschen unproblematisch angepasst und verändert werden. Marktgebühren befristet auszusetzen, könnte ein Anreiz sein, neue Markthändler zu gewinnen.

Von der Vitalität und Vielseitigkeit der Wochenmärkte profitieren auch das Umfeld eines Marktes wie Einzelhandel und Gastronomie. So könnte auf dem Aldi-Dach ein Café angesiedelt werden, das einen Überblick über das Marktgeschehen ermöglicht. Das Ausschenken von Alkoholika auf dem Markt ist eher kritisch zu sehen und könnte unerwünschte Klientel anziehen. – Verkostungen natürlich ausgeschlossen.

Generell gilt es, den Wochenmarkt an veränderte Gesellschaftsstrukturen anzupassen und den Trend hin zur gesunden Ernährung und zum Selberkochen, zu fördern. Was bisher sehr gut ankommt, ist das Mitgeben von Rezepten, öffentliches Schaukochen wäre eine tolle Ergänzung. Schwerpunkte wie „Aus der Region – für die Region und Fair Trade“ kann man besonders herausstellen und überörtlich für Sonderaktionen je nach Jahreszeit werben.

Märkte sind auch sozialer Treffpunkt und Kommunikationsplattform. Der Ruf als Rentner- und Hausfrauen-Markt muss aber verändert werden durch Ausdehnung auf den Nachmittag oder Wiederöffnung zum Feierabend. Ein Wagen (zum Beispiel bunter Bauwagen) zum Aufbewahren von Einkaufstaschen würde manchen Besucher zum längeren Verweilen veranlassen.

Damit sich ein Markt gut entwickeln kann, ist eine gewisse Entfernung zu Supermärkten und Vollsortimentern erforderlich. Das zumindest ist die Erfahrung, die in anderen Städten gemacht wurde.

Karl-A. Hardenacke Bündnis 90/Die Grünen, Sprecher des Ortsverbandes Meinerzhagen

Weitere Informationen gibt es unter www.gruene-meinerzhagen.de

Bündnis 90/Die Grünen, Meinerzhagen, Paolino Barone, Gartenstraße 7
58540 Meinerzhagen, Telefon 02354/949806, p.barone@gmx.de

 

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