Heilsame Welt der Wildkräuter

“Besenritt” – Kräuterwanderung mit Karola Wolff

Delikatessen vom Wegesrand

Meinerzhagen Für jedes Zipperlein scheint ein Kraut gewachsen. Der Engelwurz hilft, so sagt der Volksmund, bei Verdauungsproblemen, Johanniskraut vertreibt Verstimmungen und ein Öl mit ein paar Zweiglein Erika wirkt gegen Hautalterung. „Jeder kann sich seine ganz persönliche Hausapotheke zusammensuchen“, sagt Karola Wolff, von Beruf Kräuterpädagogin. Sie führte heute eine Gruppe auf einem Teilstück des Sauerland Höhenfluges durch den Wald und an unzähligen Kostbarkeiten entlang.


Kräuterwanderung mit Karola Wolff © Stefanie SchildchenMeinerzhagen Kräuterwanderung mit Karola Wolff © Stefanie SchildchenKräuterwanderung mit Karola Wolff © Stefanie SchildchenKräuterwanderung mit Karola Wolff © Stefanie SchildchenKräuterwanderung mit Karola Wolff © Stefanie SchildchenMeinerzhagen Kräuterwanderung mit Karola Wolff © Stefanie SchildchenMeinerzhagen Kräuterwanderung mit Karola Wolff © Stefanie SchildchenMeinerzhagen Kräuterwanderung mit Karola Wolff © Stefanie SchildchenMeinerzhagen Kräuterwanderung mit Karola Wolff © Stefanie SchildchenMeinerzhagen Kräuterwanderung mit Karola Wolff © Stefanie SchildchenMeinerzhagen Kräuterwanderung mit Karola Wolff © Stefanie SchildchenMeinerzhagen Kräuterwanderung mit Karola Wolff © Stefanie SchildchenMeinerzhagen Kräuterwanderung mit Karola Wolff © Stefanie SchildchenMeinerzhagen Kräuterwanderung mit Karola Wolff © Stefanie SchildchenMeinerzhagen Kräuterwanderung mit Karola Wolff © Stefanie SchildchenMeinerzhagen Kräuterwanderung mit Karola Wolff © Stefanie SchildchenKräuterwanderung mit Karola Wolff © Stefanie Schildchen
© Text und Fotos: Stefanie Schildchen


  • Kleinblütiges Weidenröschen
    Kleinblütiges Weidenröschen

Zu Beginn des „Besenritts“, so der Titel der Kräuterwanderung, verteilte sie Tüten, drin ein Zweig Waschwurz, der mit etwas Wasser wie Seife schäumt, und ein Löffel. Damit wurde unterwegs ein Mädesüß-Likör (lecker) verkostet, gemacht aus einem Kraut, das im Mittelalter schon zur Herstellung von Met diente. Wer also bald merken sollte, dass eine Erkältung im Anflug ist, bedient sich einer Tinktur aus Wasserdost. Wen Zahnschmerz plagt, kann es mit dem Kraut „Hohlzahn“ probieren. Und wer gestochen wurde, reibt sich ein mit Blättern des Breitwegerich. „Das funktioniert immer“, weiß die Kräuterhexe.

Das Waldboden bringt eine Fülle an Heilkraft hervor. An den meisten Pflanzen ging der Wanderer achtlos vorüber. Jetzt springen einem die Besonderheiten ins Auge – das Kleinblütige Weidenröschen (einsetzbar bei Blasenbeschwerden), das orchideenhafte Indische Springdüsenkraut, in dessen Blüten sich Honigbienen für ein Nickerchen zurückziehen, oder der Beifuß, der, wie der Name fast schon sagt, in die Schuhe gestopft gegen Druckstellen hilft. Was aus den Blüten, Blättern, Stängeln und Wurzeln alles so herzustellen ist, konnte man hinterher probieren. Gelee, Kräutersalz, Tee, Plätzchen und Likör bieten ganz neue Geschmackserlebnisse.

Delikatessen vom Wegesrand: Würziges für den Salat, Blüten als Naschwerk, Vitaminbomben im Kleinformat – Der Sauerklee gibt Rohkost das gewisse Etwas, das Indische Springdrüsenkraut schmeckt auch pur und in den wilden Früchtchen wie zum Beispiel in der Himbeere steckt mehr als nur voller Geschmack. Karola Wolffs Führung ist auch ein Exkurs in die Geschichte. Historische Rezepte für Elixiere, besondere Kniffe der Heilkunst und Nützliches zur Desinfektion und Haltbarmachung gab es mit an die Hand.  → Siehe auch Picknick mit der Kräuterhexe

 

 

 

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