Theorie der feinen Menschen

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Kabarettist Claus von Wagner © Foto: Simon Büttner

KUK Kabarett mit Claus von Wagner: Am Donnerstag, 29. November 2018, ab 20 Uhr lädt KUK (Verein für Kommunikation und Kultur) ein ins PZ der Gesamtschule Kierspe. © Foto: Simon Büttner

Einer, der die Intelligenz seiner Zuschauer ernst nimmt

Kierspe Wer Claus von Wagner auf einer Bühne sieht, weiß: das wird auf jeden Fall kein normaler Kabarettabend. Claus von Wagner ist so, wie sich Bertolt Brecht und Loriot in einer durchzechten Nacht ihren Schwiegersohn vorgestellt hätten. Am Donnerstag, 29. November 2018, ab 20 Uhr lädt KUK (Verein für Kommunikation und Kultur) ein ins PZ der Gesamtschule Kierspe.

Claus von Wagner präsentiert sein Programm „Theorie der feinen Menschen“. Manche sagen, er sähe aus wie Roland Kaiser – hätte aber bessere Texte. Was ihn so anders macht? Die Tatsache, dass er die Intelligenz seiner Zuschauer ernst nimmt. Bei allem Spaß. Claus von Wagners Kunst ist es, sich höchst amüsant zu wundern. Er hat da jetzt zum Beispiel dieses großartige Buch gefunden, in dem steht, dass der “Räuberbaron des Mittelalters zum Finanzmagnaten der Gegenwart” geworden ist. Die Schwarte ist von 1899. Theorie der feinen Menschen ist eine Erzählung aus dem tiefen Inneren der feinen Gesellschaft. Sie handelt vom Kampf ums Prestige, Wirtschaftsverbrechen und Business Punks. “Theorie der feinen Menschen” ist eine epische Geschichte von Verrat, Familie und Geld. Im Grunde ein bisschen wie die „Sopranos“, nur in live. Als hätte Shakespeare ein Praktikum bei der Deutschen Bank absolviert und aus Verzweiflung darüber eine Komödie geschrieben.

Claus von Wagner, M. A., ist Jahrgang 1977. Münchner Spätherbst – leichte Pfeffernote, etwas Holz. Seit 1998 macht er Solokabarett. Der Grund hierfür liegt vielleicht in seiner Herkunft: Aufgewachsen (worden) ist er in einem kleinen oberbayerischen Dorf namens Miesbach. Nein, Heimat wäre der falsche Ausdruck. Für einen norddeutschen Bayern (Geburtsort: München, Krankenhaus Harlaching; Eltern: Preußen) ist Heimat nur ein sehr diffuses Gefühl und Integration etwas, was anderen passiert. Über die Kindheit sagt er: “Doch nur wer erwachsen wird und ein Kind bleibt – ist ein Mensch.” Deshalb flüchtete er nach Erreichen der Hochschulreife in Miesbach zum Studium zurück nach München: Kommunikationswissenschaft, Neuere Neueste Geschichte, Medienrecht. Nach nur fünf Jahren, einer Magisterarbeit zum Thema “Politisches Kabarett im deutschen Fernsehen. Zwischen Gesellschaftskritik und Eigenwerbung. Eine Expertenbefragung” und ein paar gewagten Prüfungen blieb ihm die Erkenntnis: Die Abschluss-Urkunde ist nicht mal ansatzweise fälschungssicher. Aber hinterher ist man immer schlauer. Das Studium ist beendet. Jetzt tritt er auf. Er hat übrigens auch als freier Journalist und Autor für Süddeutsche Zeitung, Antenne Bayern und Konsorten gearbeitet. Er kann Kritiker also gut verstehen – meistens jedenfalls.

Karten gibt es im Vorverkauf für 22 Euro, ermäßigt 12 Euro, in Meinerzhagen in der Buchhandlung Schmitz, Zur Alten Post 6, im Fotoatelier Albrecht, Derschlager Straße 8, in Valbert im Reisebüro Lück, Ihnestraße 35, in Kierspe in der Buchhandlung Timpe, Friedrich-Ebert-Straße 363, und im Internet unter www.kuk-verein.de. An der Abendkasse kostet der Eintritt 25 Euro, ermäßigt 15 Euro.

Weitere Informationen gibt es hier Verein KUK

KUK – Verein für Kommunikation und Kultur in Kierspe und Meinerzhagen, Goethestraße 36, 58540 Meinerzhagen, Telefon 02354/911226 (Anrufbeantworter), info@kuk-verein.de

 

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