Schöner, größer, barrierefrei

Pressemitteilung der Stadt Meinerzhagen
Meinerzhagen, Jesus-Christus-Kirche © Foto: Stefanie Schildchen

Jesus-Christus-Kirche in Meinerzhagen. © Foto: Stefanie Schildchen

Kirchplatz soll umgestaltet und erweitert werden: Stadt stellt Pläne vor

Ausschuss für Planung, Stadtentwicklung, Verkehr und Umwelt tagt am 19. März 2019

Meinerzhagen Am Dienstag, 19. März 2019, tagt der Ausschuss für Planung, Stadtentwicklung, Verkehr und Umwelt (PSVU). Die Sitzungsthemen sind: Pläne zur Umgestaltung des Kirchplatzes, der barrierefreie Aus- beziehungsweise Neubau von Bushaltestellen sowie die Bebauungspläne „Hohschlade“ und „Südlicher Stadtkern“. Mit allen Tagesordnungs­punkten befasst sich der Ausschuss vorberatend; die Beschlussfassung steht darauf folgend der kommenden Ratssitzung an.

Die Jesus-Christus-Kirche gilt als Wahrzeichen der Stadt, das auch Zeugnis von der Geschichte Meinerzhagens gibt. Der umgebende Kirchplatz soll in naher Zukunft entsprechend umgestaltet werden; ein Projekt, das als einer der letzten noch offenen Punkte aus dem Förderprogramm Regionale 2013 nun vorgestellt wird.

Geplant sind insbesondere eine neue Pflasterung im Bereich der Eingänge – von denen einer barrierefrei werden soll – die stimmige Anlage von Rosenbeeten sowie eine passende Beleuchtung. Außerdem soll der Platz nach Süden erweitert werden, um mehr Freiraum für seine Nutzung zu schaffen, und ein neuer Vorplatz zwischen Kirche und Gemeindesaal soll den Platz insgesamt besser an die Umgebung anbinden beziehungsweise öffnen. Sitzgelegenheiten, Pflanzkübel und eine der im vergangenen Jahr abgebauten alten Kirchenglocken sollen als Gestaltungselemente dienen und den Charakter von Platz und Kirche unterstreichen.

Die Maßnahmen sind mit der Evangelischen Kirche als Eigentümerin des Platzes abgestimmt. Insgesamt sind für die Neugestaltung des Kirchplatzes rund 295.000 Euro eingeplant, von denen 60 Prozent durch das Städtebau-Förderprogramm finanziert würden. Die verbleibenden 40 Prozent würden die Evangelische Kirchengemeinde und die Stadt Meinerzhagen jeweils zur Hälfte tragen. Die Umgestaltung selbst könnte vorbehaltlich von Entscheidungen und Projektverlauf im Frühjahr 2020 beginnen. Zuvor und begleitend ist noch ein enger Austausch mit dem Landesverband Westfalen-Lippe (LWL) notwendig, denn der Platz, der früher als Friedhof genutzt wurde, ist von archäologischer Bedeutung.

Um- und Neubau von Haltestellen: Stadt will in Barrierefreiheit des Personennahverkehrs investieren

Die zunehmende Notwendigkeit von umfassender Mobilität im Alltag und die mit dem demo­grafischen Wandel einhergehende sich verändernde Gesetzeslage machen es erforderlich, den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) möglichst durchgehend barrierefrei zu ermöglichen. Aus diesem Grund hat die Stadt die Bushaltestellen im Stadtgebiet überprüft und ist zu dem Ergebnis gekommen, dass viele in dieser Hinsicht verbessert werden können. Die Maßnahme soll mit der Haltestelle „Windebrucher Straße“ sowie 30 weiteren Stationen im Bereich der Kernstadt beginnen: Dort befinden sich nicht nur die meisten Haltestellen im städtischen Verantwortungsbereich, sondern dort leben auch rund 80 Prozent der Einwohner und nutzen den ÖPNV in hoher Frequenz.

Haltestelle am Volkspark, Meinerzhagen. © Foto: Stefanie Schildchen

Haltestelle am Volkspark, gegenüber der Sparkasse. 2018 © Archivfoto: Stefanie Schildchen

Wie solche barrierefreien Haltestellen aussehen können, lässt sich am Beispiel der kürzlich errichteten Stationen Sparkasse, Volkspark und Hauptstraße nachvollziehen. Platz zum Ein- und Aussteigen, Orientierungs­punkte für Sehbehinderte oder blinde Menschen, ein möglichst kleiner Abstand zwischen Ein- und Ausstiegskante, gut lesbare Aushänge und Sitzmöglichkeiten: Welche Maßnahmen an den verschiedenen Haltestellen durchgeführt werden, kommt auf deren jeweiligen Zustand an. Dort, wo nur ein Haltestellenschild steht, wird ein Neubau erforderlich, an anderen Haltestellen dagegen ein Umbau im Bereich der Stellfläche oder die Errichtung einer Wartehalle.

Insgesamt belaufen sich die Kosten auf rund 450.000 Euro, die, vorbehaltlich eines positiven Entscheids, in den Jahren 2020 bis 2022 in drei Bauabschnitten anfallen würden. Davon könnten 90 Prozent durch eine Fördermaßnahme des Zweckverbands Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL) getragen werden, mit dem die Stadt dazu bereits in Kontakt steht. Aufgabe von Ausschuss und Rat wird daher sein, nach einer umfassenden Information über Situation und geplanten Projektverlauf über die Antragstellung beim NWL zu entscheiden.

Im vergangenen Jahr hatte der Rat die Aufstellung des Bauplans „Südlicher Stadtkern“ beschlossen, um diesen Bereich im Einklang mit dem Einzelhandelskonzept vor der Ansiedlung von Vergnügungsstätten zu schützen. Im Fall „Hohschlade“ geht es um eine Änderung des Bebauungsplans, um dort in Teilbereichen die Ansiedlung von Einzelhandel auf Gewerbeflächen auszuschließen. Beide Bebauungspläne stehen nur vor ihrer Billigung und in der Folge vor ihrer öffentlichen Auslegung.

Weitere Informationen

www.meinerzhagen.de

Stadt Meinerzhagen
Bahnhofstraße 9-15
58540 Meinerzhagen
Telefon 02354/77-0

 

Print Friendly, PDF & Email