Kompostieren!

 

Kompost © Foto: Stefanie Schildchen

© Foto: Stefanie Schildchen

Fruchtbarer Boden für alle Gartenideen

Märkischer Kreis Bald werden die frühlingshaften Temperaturen viele Gartenfreunde ins Freie locken, um die Gemüse- und Blumenbeete fit für den Sommer zu machen.  Nährstoff­reicher Bio-Dünger vom eigenen Komposthaufen kann hierbei einen wertvollen Beitrag liefern. Wie Gartenideen auf fruchtbaren Boden fallen, zeigt ein neuer Flyer, den die Verbraucherzentrale NRW in Zusammenarbeit mit dem Märkischen Kreis jetzt veröffentlicht hat.

Wenn der Hobbygärtner ein paar Regeln beachtet, ist das Selbstkompostieren gar nicht schwer.
“Bevor es ans Kompostieren geht, sollte sich jeder Hobbygärtner jedoch einige Fragen beantworten”, rät Michael Lücker, Umweltberater der Verbraucherzentrale NRW. Zunächst ist zu klären, ob die Gartenfläche groß genug ist, denn auch mit selbst gemachtem Kompost kann ein Garten überdüngt werden. Auf Anwohner ist ebenfalls Rücksicht zu nehmen. Liegt der Kompostplatz gleich neben der Terrasse des Nachbarn, ist Ärger programmiert. Sind diese Fragen beantwortet, kann es losgehen.

“Jeder Hobbygärtner kann in vier Schritten zu einem Kompostprofi werden”, erklärt Umweltberater Lücker. Zunächst muss man im Garten einen geeigneten Platz für den Komposthaufen finden. “Niemals in der prallen Sonne, der Kompost liebt ein Plätzchen im Halbschatten”, so Lücker. Ist der richtige Ort gefunden, stellt sich die “Systemfrage”. Wer nicht gerne einen offenen Komposter oder Komposthaufen im Garten haben möchte, kann weitgehend geschlossene Systeme nutzen. Der richtige Ort und das geeignete System machen aber immer noch keinen guten Kompost aus. Um den wertvollen Bio-Dünger herzustellen, reicht es natürlich nicht, während des Sommers anfallendes Grünzeug einfach aufzuschichten.

“Jeder Hobbygärtner kann in vier Schritten zu einem Kompostprofi werden.”

Michael Lücker, Umweltberater

“Das ist wie beim Kochen. Da kommt es auch auf gute Zutaten und die richtige Zubereitung an”, informiert Lücker. Hat der Gärtner alles richtig gemacht, kann er nach circa sechs Monaten den sogenannten Frischkompost ernten, der als Mulchschicht oder zur Bodenverbesserung auf Beeten und unter Sträuchern und Bäumen aufgebracht werden kann. Zur Düngung von empfindlichen Kulturpflanzen eignet sich der Frischkompost jedoch nicht. Der Gärtner benötigt hierzu Reifekompost. Dieser entsteht nach neun bis zwölf Monaten im Komposthaufen. Der nach Walderde duftende Dünger wirkt langsam und kann für alle Pflanzen verwendet werden.

Der Flyer “KOMPOSTIEREN … damit Ihre Gartenideen auf fruchtbaren Boden fallen” kann kostenlos hier als pdf-Datei heruntergeladen werden. Die 14-seitige Fibel enthält Tipps und Tricks, damit das Kompostieren im eigenen Garten gelingt.

Märkischer Kreis, Öffentlichkeitsarbeit / Tourismus, Heedfelder Straße 45, 58509 Lüdenscheid, Telefon 02351/966-6150, Fax 02351/966-6147 www.maerkischer-kreis.de

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