Ein Schwerverletzter in Halver

 

Sturmtief Eberhard hielt die Feuerwehr am Sonntag auf Trab. © Foto: Hendrik Klein/Märkischer Kreis

Sturmtief Eberhard löste kreisweit 314 Feuerwehreinsätze aus

Märkischer Kreis Am Wochenende fegten die Sturmtiefs Dragi und Eberhard über den Märkischen Kreis hinweg und richteten einigen Schaden an.

Wer am Samstagabend dachte, das schlimmste Unwetter sei vorbei, hatte nicht mit Sturmtief Eberhard gerechnet. Am Sonntag ging es erst richtig rund. Etwa 1.000 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Hilfsorganisationen und THW hatten alle Hände voll zu tun. In Halver gab es einen Schwerverletzten, der versucht hatte Dachpfannen wieder zu befestigen und von der Leiter stürzte. Drei Personen wurden in Nachrodt leicht verletzt, als ein Baum direkt auf ihr Fahrzeug prallte. Sturmtief Eberhard richtete im gesamten Märkischen Kreis schwere Sturmschäden an. Von mittags 13 Uhr bis abends gegen 21 Uhr arbeitete die Feuerwehr kreisweit 314 Einsätze ab. Das Personal der Kreisleitstelle wurde ebenfalls erhöht und es wurde ein Lagedienst eingerichtet, der die Einsätze kreisweit koordinierte. Die Feuerwehren richteten sogenannte Meldeköpfe ein, in denen die einzelnen Einsätze und Fahrzeuge der Feuerwehren disponiert wurden.

Ein Schwerpunkt lag in Lüdenscheid. Hier wurden Wohnhäuser schwer beschädigt und es fielen Bäume auf Landstraßen und auf die Autobahn. Es wurden Äste, Gerüste, Schilder, Bauzäune und andere Gegenstände wie Mülltonnen auf die Straßen geschleudert. In Nachrodt stürzten mehrere Bäume auf die Bahnlinie der Ruhr-Sieg-Strecke. Der Bahnverkehr musste komplett eingestellt werden. Mehrere Straßen waren auch am Montag noch gesperrt, weil sie durch Bäume blockiert waren und die Bergungsarbeiten in der Dunkelheit zu gefährlich waren.

Mit 73 Einsätzen wesentlich glimpflicher waren die Folgen von Sturmtief Dragi, das am Samstag mit Windstärken von bis zu 100 Kilometer pro Stunde von 16 bis etwa 20.30 Uhr über den Märkischen Kreis zog. Betroffen waren insbesondere Menden, Lüdenscheid und Plettenberg. Im Einsatz waren auch die Feuerwehren in Herscheid, Werdohl, Iserlohn, Balve, Nachrodt-Wiblingwerde, Neuenrade, Halver und Schalksmühle. Alle Einsätze wurden durch die personell aufgestockte Kreisleitstelle disponiert.

In den Gemeinden fielen aufgrund des Sturms zahlreiche Bäume um. In Lüdenscheid stürzte ein Baum auf ein Wohnhaus. Eine Statikerin des Märkischen Kreis begutachtete das Haus, bevor es wieder an die Besitzer übergeben wurde. Ebenfalls in Lüdenscheid wurde ein MVG Bus an der Verse durch umgestürzte Bäume eingeschlossen. Es wurde niemand verletzt. Die Feuerwehr machte den Weg wieder frei. Der Märkische Kreis bedankt sich bei allen Einsatzkräften.

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