Füllstand der Lister steigt wieder

Lister-Talsperre, Wasseroberfläche © Foto: Stefanie Schildchen

Die Lister © Foto: Stefanie Schildchen

Hoffnung auf ungestörtes Badevergnügen

Ruhrverband lässt Stauspiegel der Listertalsperre ab dieser Woche wieder steigen / Geringe Elodea-Bestände stimmen vorsichtig optimistisch für diesjährige Badesaison

Meinerzhagen Der Ruhrverband wird ab Mitte der Woche damit beginnen, die Listertalsperre wieder auf ihren üblichen Füllstand einzustauen. Die Listertalsperre ist ab Januar auf etwa vier Meter unter Vollstau abgesenkt worden, um eventuell vorhandene Elodea-Bestände ausfrieren zu lassen. Diese Maßnahme wird an der Listertalsperre seit einigen Jahren bei entsprechend tiefen Temperaturen vorgenommen, um zu erreichen, dass die Gäste in der folgenden Sommersaison beim Baden nicht von den Wasserpflanzen gestört werden.

Die freigelegten Reste der auch als „Wasserpest“ bekannten Elodea werden in den nächsten Tagen von den Betriebsteams der Städte Meinerzhagen und Drolshagen sowie des Ruhrverbands im Bereich der Badestellen entfernt. Eine groß angelegte Aufräumaktion unter Einbeziehung der Bürgerinnen und Bürger, wie es sie in den vergangenen Jahren im Umfeld der Absenkung gegeben hat, ist wegen der in diesem Jahr vergleichsweise geringen Elodea-Bestände erfreulicherweise nicht notwendig.

Reste der “Wasserpest” werden in den nächsten Tagen entfernt

Dass an den Ufern rund um die Badestellen aktuell – wie auch schon zu Jahresbeginn 2018 – deutlich weniger Elodeapflanzen vorgefunden worden sind als noch vor einigen Jahren, lässt die Verantwortlichen vorsichtig optimistisch auf die diesjährige Badesaison schauen. Vor allzu großer Euphorie, vor allem was die langfristige Entwicklung der Elodea in der Listertalsperre angeht, wird von Fachleuten allerdings ausdrücklich gewarnt. Immer wieder zeigt sich nämlich auch an anderen Seen überall in Deutschland, dass das Wachstum der vor fast 100 Jahren aus Nordamerika eingeschleppten Wasserpest vom Zusammenspiel ganz unterschiedlicher Rahmenbedingungen beeinflusst wird.

Dennoch kann mit einer gewissen Berechtigung darauf gehofft werden, dass die Badegäste an der Listertalsperre zumindest in der kommenden Sommersaison von den lästigen Wasserpflanzen nicht allzu sehr in ihrem Freizeitvergnügen beeinträchtigt werden.

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