Schatztruhe Meinerzhagen

Die Vertreter aus den Kommunen, die zukünftig eine Schatztruhe des Naturparks beherbergen, zusammen mit Vertretern der Jury und der Geschäftsführung des Naturparks Sauerland-Rothaargebirge © Foto: Verein Naturpark Sauerland-Rothaargebirge

Die Vertreter aus den Kommunen, die zukünftig eine Schatztruhe des Naturparks beherbergen, zusammen mit Vertretern der Jury und der Geschäftsführung des Naturparks Sauerland-Rothaargebirge, als Dritter von links Meinerzhagens Bürgermeister Jan Nesselrath © Foto: Verein Naturpark Sauerland-Rothaargebirge

Einstiegsportale in den Naturpark stehen fest

Naturpark Sauerland-Rothaargebirge gibt seine sechs Schatztruhen bekannt

Die sechs zukünftigen Schatztruhen im Naturpark Sauerland-Rothaargebirge stehen fest.  Hemer und Meinerzhagen (beide Märkischer Kreis), Bad Berleburg und Burbach (beide Kreis Siegen-Wittgenstein) sowie Lennestadt-Kirchhundem (Kreis Olpe) und Medebach (Hochsauerlandkreis) sollen zukünftig als Portale die Naturparkarbeit vorstellen und mit regionalen Schwerpunkten in Bereichen wie Umweltbildung oder Naturerkundung auf die Besonderheiten der Region hinweisen.

Im Rahmen eines eigenen Wettbewerbs waren die Mitgliedskommunen des Naturparks Sauerland-Rothaargebirge aufgefordert, ihre Bewerbung für ein Informationszentrum, die sogenannten Schatztruhen abzugeben. Insgesamt 14 Beiträge aus allen vier Naturpark-Kreisen gingen dabei ein. Die galt es für die Jury, bestehend aus Vorstandsmitgliedern, einer Vertreterin des Umweltministeriums NRW sowie einem Vertreter des Verbands Deutscher Naturparke, zu bewerten und daraus sechs Schatztruhen zu ermitteln.

„Die große Anzahl an hervorragenden Bewerbungen spiegelt das rege Interesse an diesem Projekt wider und zeigt, dass die Kommunen unsere Arbeit aktiv unterstützen wollen“, freut sich die stellvertretende Vorsitzende des Naturparkvereins, Barbara Dienstel-Kümper über die große Resonanz. Die Kriterien für die Bewertung der Beiträge wurden im Rahmen eines  Forschungsseminars an der Fachhochschule Südwestfalen, Meschede unter Leitung von Prof. Susanne Leder im vergangenen Wintersemester ausgearbeitet, ehe die Ausschreibung im Januar dieses Jahres erfolgte.

Zu den Basisanforderungen gehörten unter anderem neben barrierefreiem Zugang zum Portal auch eine Erreichbarkeit mit dem öffentlichen Personennahverkehr, Raum- und Personalgestellung oder die Bereitstellung von freiem WLAN. Über zusätzliche Gestaltungs­kriterien konnten die Bewerber Anregungen und Ideen in den Bereichen Regionale Themen/Besonderheiten, Besondere Vermittlung und Besondere Betriebskonzepte für ihre individuellen Konzepte finden, um sich als mögliche Schatztruhe der Jury zu präsentieren.

Heute nun haben die Vertreter der Kommunen, die zukünftig eine Schatztruhe beherbergen, in der Siegerlandhalle ihre Urkunden entgegengenommen. Der nächste Schritt im Zuge des Gesamtprojektes ist ebenfalls bereits geplant und soll nach den Sommerferien gestartet werden: Hierbei setzen die Projektleiter auf die Unterstützung aus der Bevölkerung. Denn dann sind die Bürger der insgesamt 41 Städte und Gemeinden im Gebiet des Naturparks Sauerland-Rothaargebirge aufgerufen, ihre persönlichen Lieblingsorte in der Region zu benennen und so die Schatztruhen mit den sogenannten Juwelen zu füllen.

“Wir möchten in diesem Teil des Projektes als Mitmachnaturpark bewusst die Menschen der Region einbinden, um von ihrer Regionalkenntnis und Erfahrung zu profitieren“, so der  Geschäftsführer des Naturparks, Detlef Lins.

Eine Auswahl der genannten Orte findet im Anschluss an die Kampagne Eingang in die einzelnen Schatztruhen und eine gemeinsame Schatzkarte, die dann das gesamte Naturpark-Gebiet sowohl digital als auch als Printprodukt zeigen wird. Gefördert wird das Projekt vom Umweltministerium in Nordrhein-Westfalen im Rahmen des Landes­wettbewerbs „Naturpark.2018.Nordrhein-Westfalen“. Der Naturpark Sauerland-Rothaargebirge hatte sich dort im vergangenen Jahr mit elf weiteren Naturparken um Fördermittel beworben und war, gemeinsam mit dem Naturpark Rheinland, als erster Sieger hervorgegangen.

Weitere Informationen
Naturpark Sauerland-Rothaargebirge e.V.
Johannes-Hummel-Weg 2
57392 Schmallenberg
☎ 02974 / 9680625
www.naturpark-sauerland-rothaargebirge.de

 

 

Presseerklärung der Stadt Meinerzhagen 

Meinerzhagen wird Schatztruhe für den Naturpark Sauerland-Rothaargebirge

Erfolgreiche Bewerbung der Stadt zum Einstiegsportal / Erlebnispädagogische Konzepte „WanderGlück“ und „MoorErlebnis“ überzeugten auf ganzer Linie

Abenteuer Natur: Wer in Wald, Wiese, Moor und Auen auf Schatzsuche gehen will, kann dies schon bald von Meinerzhagen aus tun. Als eine von sechs „Schatztruhen“, die den Weg zu Juwelen der Natur eröffnen, wird die Stadt mit einem Informationszentrum und zwei eigenen Angeboten im kommenden Jahr Teil des Programms „Naturschatzinseln in Nordrhein-Westfalen“ für den Naturpark Sauerland-Rothaargebirge. Mit zwei erlebnispädagogischen Beiträgen, passenden infrastrukturellen Rahmenbedingungen und professionellen Partnern überzeugte Meinerzhagen auf ganzer Linie: Unter 14 Wettbewerbern aus dem Märkischen Kreis, dem Hochsauerlandkreis, dem Kreis Olpe und dem Kreis Siegen-Wittgenstein konnte sich die Bewerbung der Stadt dank eines gelungenen Konzepts durchsetzen.

Der Naturpark Sauerland-Rothaargebirge ist ein echtes Kleinod für Wanderfreunde und all jene, die die Vielfalt der Landschaft mit allen Sinnen erleben wollen. 2015 gegründet, vereint er die bisherigen Naturparks Ebbegebirge, Homert und Rothaargebirge. Anfang des Jahres wurde er mit dem ersten Platz im Landeswettbewerb „Naturpark.2018.NRW“ ausgezeichnet – und damit die Grundlage für den Wettbewerb geschaffen, in dem nun „Juwelen“ identifiziert wurden. Gesucht wurden, gefördert durch das Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen, Orte und Stätten, die die Vielfalt des Parks hervorheben und so zum perfekten Ausflugsziel werden. Ausgangspunkte für diese Schatzsuchen sind dabei jeweils so genannte „Schatztruhen“, die von insgesamt sechs Kommunen startend den Weg zu den Juwelen im Park eröffnen und mit Informationen und interaktiven Angeboten zum Themenkomplex aufwarten.

Insgesamt elf Vorgaben galt es konzeptionell umzusetzen – von infrastrukturellen Aspekten wie der Erreichbarkeit der Juwelen innerhalb einer Zeitspanne von 30 Minuten bis hin zur Präsentation der jeweiligen Highlights war der Rahmen strikt vorgegeben: „Die Kriterien waren sehr komplex“, erklärt Bürgermeister Jan Nesselrath, der gemeinsam mit den Mitarbeitern der städtischen Fachbereiche Technischer Service und Bürgerservice die Initiative ergriff und die Bewerbung mit Unterstützung eines externen Büros auf die Beine stellte. „Umso mehr freuen wir uns, dass wir es geschafft haben und Meinerzhagen neben den Kommunen Bad Berleburg, Burbach, Lennestadt-Kichhundem, Hemer und Medebach Teil dieses Vorhabens sein wird.“

Abenteuer Phantasie: auf Schatzsuche im Moor

Das Rennen machte Meinerzhagen mit zwei Schwerpunktthemen: So lassen sich im Verlauf der Schatzsuche „MoorErlebnis“ die Ebbemoore als naturkundliche Juwelen mit Mooren, Heide, Buchenhochwald und entsprechenden, zum Teil seltenen Tierarten, entdecken. Entsprechende Aktivangebote zur Erkundung dieser in sich einzigartigen Landschaft vor der städtischen Haustür, ein Lehrpfad und eine interaktive, audiovisuelle Informationsvermittlung, die sich von der Schatztruhe in der Stadt ausgehend über den Weg erstrecken, vermitteln weiteres Wissen zum Juwel „MoorErlebnis“ im Ebbemoor und machen es zu einem ebenso schillernden wie greifbaren Abenteuer.

Wissensvermittlung auf entspannte Art: Erlebniswelt auf entlegenen Pfaden

Interaktion und modernes Erleben prägt auch die Vermittlung des Themas „WanderGlück“: Als Naturpark-Schaufenster für Wanderer bietet die Stadt einen Einstieg zu 18 Rundwanderwegen und einem für 2018 neu geplanten Buchen-Wald-Erlebnispfad. Dabei werden 15 Erlebnisstationen zum Experimentieren und Erkunden miteinander verknüpft und eine Verbindung zum Fernwanderweg Sauerland Höhenflug geschaffen. Weitere Bausteine sind spezielle Veranstaltungen und Führungen, Angebote zur Umweltbildung und ungewöhnliche Aktionen, die alle Altersgruppen ansprechen sollen.

“In unseren Angeboten erzählen wir Geschichten, wir schaffen Erlebniswelten, die hängen bleiben und so spielerisch Wissen vermitteln“, fasst Jan Nesselrath zusammen. „Hängematten und Chill-Bereiche ergänzen diese sensorisch-spielerische Erfahrung und verbinden so Natur, Erholung und Modernität miteinander.“ Regelmäßige Angebote in Zusammenarbeit mit Partnern aus der Region – Kräuterexpertin, Ranger, Einzelhändler mit Schwerpunkt auf regionalen Produkten und Verkehrsbetrieben sowie Gastbetrieben – sollen für einen weiteren Zuspruch sorgen.

Überzeugendes Gesamtpaket: stimmige Infrastruktur, eingespielte Akteure, ungewöhnliche Ideen

Nicht zuletzt dank ihrer hervorragenden Verkehrsanbindung an Autobahn und Schienennetz erfüllt die Stadt Meinerzhagen sämtliche Anforderungen. Mit aktuell rund 52.000 Übernachtungen im Jahr und 250.000 Naherholungssuchenden aus den umliegenden Regionen ist die Stadt seit Jahrzehnten touristisch versiert; Wanderbus, Wanderbahnhof und Gastbetriebe in der Stadt sorgen für die passende Ausgangsbasis. Die Umsetzung der Stationen als „Juwelen“ soll bis zum Frühsommer 2018 erfolgen, und auch die „Schatztruhe“ im Meinerzhagener Stadtzentrum als Informationszentrum, Knotenpunkt und Tor zum Naturpark Sauerland-Rothaargebirge wird vorbehaltlich des finalen Ratsbeschlusses im nächsten Jahr fertiggestellt sein.

„Dass wir ein bereits bestehendes Netz von Akteuren ausbauen können, die sich schon seit vielen Jahren an verschiedenen Stellen für nachhaltige Naturerlebnisse einsetzen, gibt unseren Juwelen den letzten Schliff“, so Jan Nesselrath. „Diese Gemeinschaftsleistung können wir nun intensiv weiterentwickeln. Für unsere Stadt und alle Beteiligten bietet diese Ernennung zur Schatztruhe eine ganz außergewöhnliche Chance, Besucher anzuziehen und unsere Möglichkeiten im Bereich Tourismus auszubauen.“

 

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