Stadthalle: Ganzheitlicher Entwurf im Januar

Pressemitteilung der Stadt Meinerzhagen
Stadthalle, Meinerzhagen, Bauarbeiten

Die Pflasterarbeiten an der Stadthalle schreiten voran. 2017 © Foto: Stefanie Schildchen

Mehr Zeit für Beantragung von Fördermitteln

Förderfähigkeit der Sanierung steigt mit einem integrierten städtebaulichen Konzept / Ganzheitlicher Entwurf zur Entwicklung des Stadthallenareals wird im Januar vorgestellt

Meinerzhagen Bei einem Vor-Ort-Termin vor wenigen Tagen machten sich hochrangige Vertreter des NRW-Ministeriums für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung  sowie der Bezirksregierung Arnsberg ein Bild von den Regionale-Projekten in der Stadt und von der Stadthalle. Tenor der Gespräche: Für eine reine Sanierung allein der Stadthalle ohne zusätzliche Maßnahmen zur städtebaulichen Weiterentwicklung könnte sich die Bereitstellung von Fördermitteln aus Mangel an entsprechenden Förderprogrammen schwierig gestalten.

Gleichzeitig zeigten sich die auch für die Finanzierung der Projekte aus der Regionale 2013 Zuständigen von den Entwicklungen in Meinerzhagen beeindruckt. Sie erklärten daher, dass deren Förderung nicht, wie bislang geplant, zum Jahresende 2017 abgeschlossen sein muss. Auch im kommenden Jahr wird die Finanzierung noch fortgeführt. Damit machte das Treffen in Bezug auf die Stadthallensanierung zweierlei deutlich: Um die Aussichten auf eine Finanzierung zu erhöhen, sollte das Millionenprojekt Teil eines weiteren Aufwertungsprogramms der Innen­stadt sein. Außerdem kann die Beantragung von Fördermitteln auch im kommenden Jahr noch erfolgen.

In den Gesprächen vor Ort kristallisierte sich heraus, dass die Bewilligung von Fördermitteln zur Stadthallensanierung als solitäres Projekt eher geringe Erfolgsaussichten hat. Denn diese würde sich auf ein bestehendes, renovierungsbedürftiges Gebäude beschränken, ohne neue Impulse in Richtung Stadtentwicklung zu setzen. Deutlich bessere Chancen wurden für die Sanierung der Stadthalle ausgemacht, wenn die Arbeiten als Baustein in ein umfassendes städtebauliches Projekt eingebettet werden. Welches Förderprogramm in Frage kommen könnte, ist aktuell noch nicht absehbar.

„In unserem Gespräch hat sich ganz deutlich gezeigt, wie wichtig ein integrierter Ansatz ist“, erklärt Bürgermeister Jan Nesselrath. „Unsere eigene Einschätzung im Vorfeld ging in eine ähnliche Richtung. Daher zielt unser Gesamtkonzept, wie wir es bereits in Arbeit haben, genau darauf ab: Erhalt der Stadthalle in Verbindung mit neuen Überlegungen für die Innenstadt­entwicklung.“ Positiv wirkt sich aus, dass der zeitliche Druck etwas nachgelassen hat. Dabei ist die Entwicklung eines konkretten Vorschlags für die Entwicklung des gesamten Stadthallen­areals inzwischen weit vorangeschritten und wird nun, im Lichte des Gesprächs mit Ministerium und Bezirksregierung, finalisiert.

Im Januar wird die Stadt den Bürgerinnen und Bürgern ihr bis dahin präsentationsfähiges Konzept vorstellen. In darauffolgenden Arbeitsrunden besteht dann für alle Interessierten die Möglichkeit, sich konkret einzubringen, an Workshops teilzunehmen und gemeinsam zu einem finalen Entwurf zu kommen, der sämtliche Belange angemessen berücksichtigt. In der Folge, so die derzeitige Planung, kann dieser dann mit einem Antrag auf Fördermittel eingereicht werden.

Um den Erhalt der Stadthalle kämpfen

Jan Nesselrath: „Nach den vielen Gesprächen und Entwicklungen der vergangenen Monate ist ganz klar: Wir wollen die Interessen der Menschen hier zusammenführen und um den Erhalt der Stadthalle kämpfen. Dafür werden wir alle Möglichkeiten ausschöpfen. Umso wichtiger war der direkte Austausch mit den für eine Förderung verantwortlichen Stellen, den wir nun herbei­führen konnten. Jetzt gehen wir mit aller Energie in die Finalisierungsphase für ein stimmiges Konzept und bauen dabei darauf, dass wir – trotz der schwierigen Rahmen­bedingungen für eine Förderung – unsere Stadthalle sanieren und gleichzeitig eine vernünftige, positive Weiterentwicklung unserer Stadt bewirken.“

Weitere Informationen gibt es unter www.meinerzhagen.de
Stadt Meinerzhagen, Bahnhofstraße 9-15, 58540 Meinerzhagen, Telefon 02354/77-0, post@meinerzhagen.de

 

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